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09 Jun 2009 - 02:14:00
Der Titel des Eintrags muss angegeben werden,

paintail.jpg (7 KB)Zwischen all diesen Flammen hab ich hohe Wälle getanzt um die Ringe der vertieften Seelensilben und immer jedes volle Wort erhoben in den geräuschvoll gelebten Gipfel all meiner Atemschwüre. Torweites Flackern hielt mir den Raum und mein Zerfließen darin ergoss sich in der Ambition einer seltsamen Wonne, die keinen Rausch in mir ließ ausser der wandelnden Euphorie in den Hallen erhabener Wellenbegegnungen. Trotzdem die Welt einschmolz im Prozess des auratischen Ineinanderdriftens, lebte ich weiter auf der Flucht und alles, das sich mir jemals zur Seite gestellt hat oder gestellt wurde, lebte zeitweilig mit mir auf der selben Flucht; gab es auch Zenitbäche in sich verschlungener Ruhe zwischen den Winkeln der Räume, in denen sich erleuchtende Akte derartiger Zusammenkünfte jemals vollzogen, so war es doch der Massenlärm der Zeit, der den lichten Fall durch Leben beschwörende Räume beschrieb, immerdar. Und so sprangen wir durch all diese Räume und sprangen durch Portale, sprangen durch Welten in uns, sprangen durch Fenster und leugneten die Erde nicht, obwohl wir meistens überhaupt nicht einzufassen schienen, wo wir uns überhaupt befanden wirklich. Das Finden bewirkte eine eben so selten tiefe Andacht, da es einem Suchen nie entsprungen war im Gefüge unserer Schicksale, die zufällig verschmelzen konnten, weil sie schon immer Eins miteinander waren und es höchstwahrscheinlich auch für immer wieder sein werden.
Und so schleiche ich weiterhin dort draußen um die Felder und tanze in ihnen herum und zertrete die Ernte für die Menschen dabei, um sie dann echten Schweinen in ihr sanftes Maul zu legen und lehne mich an die letzten Bäume dort draußen und lege mich frei auf die blanke Hoheit dieses Planeten, werde vor einigen Menschen als Gott manchmal gehen und mich beschenken lassen oder den bewussten Verzicht leben, um in meiner Wahrheit gerecht sein zu dürfen. Und mit Verzehrung werde ich meinen gefüllten Geistsieg erweitern und all den Wellen, die mich streifen dürfen eine Welt schreiben, in der sie dann bleiben dürfen, wenn das jüngste Gericht mit dem Großen Weißen alles fortreisst vom Fundament des Universums dereinst. Bis dahin hat sich Manifestation vollzogen und ich als Träger sinke in die gerechte Asche meiner gerächten Wahrheit, damit die edlen Reiche solch tiefer Schichten niemals einer Verwerfung aus Ungenügsamkeit gereichen.

Ich trage noch Anteil an allem, das da bleibt - nur darum bin ich hier.

Nur darum wandle ich fort - und nicht irgendwohin, obwohl es kein festes Ziel gibt, ausser das eine, nicht fest zu werden mit den eigenen Zielen, weil das einen Stillstand im Gefüge verrichten würde, was zur Auslöschung der Wege werden würde, was wiederum dem Ziel jeden Grundsatz entzöge.

Nicht einfach  wird es, das ist sekundär.
Aber anders  wird es und das ist hier dem Ziel sein Weg.
Und das Ziel des Weges hat immer absolute Priorität in solchen Dingen.
Bedingungslos.

Noch viel wichtiger ist allerdings, dass der Weg schon der selbe war, noch bevor das Ziel jemals in Sicht geraten erschien. Den Augenblick leben. Jetzt sein. Ganz.
Nein, so verrückt ist es eigentlich gar nicht. Sonst wär ich beim zweiten Mal genauso zurück gezuckt wie beim ersten Mal und es wäre ein Kampf ohne Hingabe entflammt, der alle Wellen mit Erde erstickt hätte...nur wirkt doch kein Erdwall so mächtig wie derartige Wellen und die Zeichen, die sie mit ihren leidenschaftlichen Wogen an mir ließen, wiegen antike Siegel in mir zu neuerlichem Aufbruch auf.
Es gibt kein Ende der unendlichen Geschichte; nur einen Abschnitt, in dem sie ausläuft, um sich aus sich selbst heraus neu ergießen zu können.


Hirnsuppe · 75 mal angesehen · 0 Kommentare
Kategorien: Insomnia

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